Kunst aus Liechtenstein

Zum ersten Mal präsentiert sich Liechtenstein im Umfeld der Biennale Arte Venezia mit einer eigenen Ausstellung.
Aber was wird gezeigt?


Über die Video-Installation von Karin Ospelt

"Klafter" (2024)
Video, 27 Min.
Rote Beete auf Schnee

 

Karin Ospelt's Arbeit ist geprägt von der intensiven Auseinandersetzung mit organischem Material und dessen sinnlichem Erleben.

Ausgangspunkt ist eine beobachtende Recherche-Arbeit mit sorgsam ausgewählten Rohstoffen: Liechtensteiner Schnee und Knollen der roten Beete.
Die ausgestellte Videokunst zeigt einen rituellen Zyklus, ein vergängliches Gemälde, einen Stempel-Abdruck mit Pflanzensaft im weissen Schnee.
Karin Ospelt gibt dem Material und dessen Bewegung viel Raum und Zeit. Themen wie die unterschiedliche Bewirtschaftung von Bodenflächen, ökonomischem Bodenwert und der Umgang mit Ressourcen, stehen im Kontrast zum Wertschöpfungsprozess der Kunst, welcher flüchtiger daherkommt. Es werden Fragen nach der eigenen Verwurzelung, zyklischer Wertschöpfung und Heimat aufgeworfen. Das, was man eben nicht in Worte fassen kann, wird zu einer roten Ader, welche Karin Ospelt permanent verfolgt.

Wir in Liechtenstein reden von einem Klafter, das klar einen Wert hat.

  • Im Fürstentum Liechtenstein war das Quadratklafter bis im Jahre 2017 zur Messung von Grundstücksflächen gebräuchlich. 1 m² entspricht 0.278036 Quadratklafter, 1 Quadratklafter entspricht 3.596652 m². Das Klafter als Längeneinheit ist folglich ca. 1.8965 m lang.
  • Mehr zum Klafter lesen Sie hier.